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Herzlich willkommen im REGENWASSERSHOP Berlin


Unser Leben verändert sich schneller als je zuvor. Immer mehr wird uns bewusst: Zur Lebensqualität gehören eine intakte Umwelt, ein eigenverantwortliches Handeln eines Jeden für ein gemeinsames Miteinander und der sinnvolle Einsatz von technischen Möglichkeiten. Unsere Technik zur Regenwassernutzung trägt dazu bei!

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Erweiterungserdtank für Gartenanlagen







Am Brunnen vor dem Tore
Grundwasser speist Gärten / Toilettenspülung mit Hilfe von Zisternen

Claudia Seiring

Trocken, trockener, Frühjahr in der Mark: Viele Gartenbesitzer haben kostbares Trinkwasser in Mengen verbraucht, um im heißen April dieses Jahres ihre Pflanzen nicht verdursten zu lassen.
Und die aktuellen Klimaprognosen machen wenig Hoffnung, dass sich das in Zukunft ändern wird. deshalb denken viele Garten- und Eigenheimbesitzer über den Bau eines Brunnens oder einer Regenwassernutzungsanlage nach, um nicht länger teures und kostbares Trinkwasser für die Pflanzen, aber auch die Toilettenspülung oder sogar die Waschmaschine zu verwenden.
"Der nachträgliche Einbau von Regenwassernutzungsanlagen ist ohne Weiteres möglich" sagt Jan Schubert-Mehrens, Inhaber der Firma Speyer in Oranienburg. Seit Jahren verzeichnet er ein verstärktes Interesse an den Anlagen. Deren Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Über das Dach wird das Regenwasser in die Regenrinne und von dort in eine Zisterne geleitet. Die ist unter der Erde untergebracht und fasst zwischen 3000 und 6000 Liter. "Im Erdreich leibt das Wasser relativ kühl und ist lichtgeschützt. So ist eine gute bis sehr gute Qualität über Monate gewährleistet", erklärt Schubert-Mehrens. Über der Erde würden Wärme und Ablagerungen schnell zu einer Verkeimung führen.
Für eine gute Qualität ist aber auch die Beschaffenheit der Dachflöche wichtig. Je glatter desto besser. "Sind die Dachflächen nicht geeignet, weil sie zum Beispiel vermoost sind, raten wir von einem Einbau ab", so der Fachmann.
Doch wenn die Experten grünes Licht geben, lässt sich mit einer Regenwassernutzungsanlage richtig sparen: Rund 60 bis 80 Kubikmeter Trinkwasser weniger rauschen in einem klassischen Einfamilienhaus von 100 bis 140 Quadratmetern jährlich durch die Leitungen. Bei einem Wasserpreis (Frischwasser und Abwasser) von rund 6,50 Euro in Oranienburg und rund 5,10 Euro in Neuruppin pro Kubikmeter lässt sich hier eine Menge sparen. Und es nützt der Umwelt. Denn fast ein Drittel des täglichen Trinkwassers in Lebensmittelqualität rauscht duch die Toilette- ein Ort, an dem Regenwasser durchaus den gleichen Dienst tun würde. Sogar die Waschmaschine läuft nach Angaben von Schubert-Mehrens ohne Probleme mit dem Wolkenwasser. Und im Garten hilft es gerade dann, wenn gerade kein "echter Regen" zur Verfügung steht.
"5000 bis 6500 Euro kostet der Einbau einer solchen Anlage, je nach dem, wie hoch der Anteil der Eigenleistung ist", so der Oranienburger. Die Grube für den Wasserbehälter könnte zum Beispiel selbst ausgehoben werden. Der Behälter hat übrigens eine nahezu unbegrenzte Lebenserwartung. Lediglich die Pumpe müsse gelegenlich ausgetauscht werden.
Wird die Anlage nur für die Gartenbewässerung genutzt, läuft die Installation ohne Formalitäten. Ansonsten muss die Anlage beim Kreis angezeigt werden. Laut Schubert-Mehrens ein "unbürokratischer Prozess".
Das gilt auch, wenn man sich in seinem Garten einen Brunnen bohren lassen möchte, um Grundwasser für die Bewässerung zu nutzen. "Die Entnahme von Grundwasser bedarf der wasserrechlichen Erlaubnis", erklärt Kathleen Bartscht, Sachgebietsleiterin der unteren Wasserbehörde in Ostprignitz-Ruppin. Dafür müsse der Entnahmeort, die geplante Entnahmemenge die Größe der zu bewässernden Fläche und ein Lageplan mit der Eintragung des Entnahmestandortes vorgelegt werden. "Die Bohrung sollte durch einen Fachbetrieb vorgenommen werden", rät die Fachfrau. Die Gefahr für das Grundwasser liege vor allem in der Bohrung an sich - durch eine Öffnung werde eine Verbindung zum Grundwasser hergestellt, durch die Schadstoffe und Gifte eindringen können.
"Pro Woche gehen im Kreis Oberhavel fünf bis sechs Anzeigen eines Brunnenbaues ein", sagt Patricia Schuster, Sprecherin der Kreises. Das sei mehr als in den Vorjahren, lasse aber nicht unbedingt einen Rückschluss auf verstärkte Bohrtätigkeit im Kreis zu: "Es sind viele Antragsteller dabei, die sich ihre Brunnen nachträglich genehmigen lassen". Denn häufig wüssten Gartenbesitzer nichts von der Genehmigungspflicht. Derzeit ist das kein Problem. Doch im Laufe des Jahres soll das neue brandenburgische Wassergesetz in Kraft treten. "Dann schützt auch Unwissenheit nicht mehr vor Strafe" so Schuster.
"Momentan ist es ganz schön dolle", fasst Dietmar Sauer, Chef der Firma Sauer in Birkenwerder, die derzeitige Auftragslage zusammen. Zehn bis 15 Brunnen bohre sein Unternehmen monatlich. Zehn bis 45 Meter tief müssen sich Brunnenbauer in unserer Region ins Erdreich graben, um auf Grundwasser zu stoßen. Der Aufwand beläuft sich laut Dietmar Sauer auf ein bis zwei Tage, die Kosten liegen zwischen 1000 und 3000 Euro. Die Lebensdauer der Brunnen (ausgenommen Pumpenanlage) liegt bei bis zu 40 Jahren - da kann auch die nächste Generation noch ihre Rosen wässern. Ohne dafür Trinkwasser nutzen zu müssen.

Trinkwasser kann man auf vielerlei Arten sparen - sei es in Bad, Küche oder Garten. Hilfreiche und schnell umzusetzende Tipps dazu finden Sie auf der Seite des BUND. Informationen über die Auflagen zur Grundwasserentnahme sind unter www.oberhavel.de (Link: Bauen/Umwelt, Link: Untere Wasserbehörde) zu finden.

Kostbares, begrenztes Gut
Nur zwei Prozent des des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser, abzüglich Eis und Schnee verbleiben 0,46 Prozentnutzbares Wasser. Der Mensch sorgt durch Verschwendung und Verschmutzung dafür, dass dieser Anteil immer geringer wird. Luftschadstoffe, Leckagen, Unfälle, Altlasten aber auch der normale Gebrauch verunreinigt das Wasser so, dass es nicht mehr als Trinkwasser genutzt werden kann. Außerdem leben wir in Deutschland über unsere Verhältnisse, indem wir mehr Wasser verbrauchen als der natürliche Kreislauf nachbilden kann. Als Folge sinken Grundwasserspiegel und Feuchtgebiete trocknen aus. In einigen Ballungsgebieten müssen deshakb Grundwasservorräte erschlossen werden, die sich nicht oder nur sehr langsam wieder neu bilden. Die Einsicht, dass Wasser ein kostbares Gut ist, hat in den vergangenen Jahren zu einem sparsameren Umgang geführt: Lag der Durchschnittsverbrauch der Deutschen 1990 noch bei 145 Litern täglich, ist er mittlerweile auf 125 Liter gesunken. (bund/mzv)

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Die letzte Änderung haben wir am Dienstag, 4. Januar 2011 um 19:49:13 Uhr vorgenommen.